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Only 1 / 7. Asiatischer Ritus (Weißer Turm), 2009 Öl auf Leinwand 200 x 150 cm

15.10.09–28.11.09

Maik Wolf

Torpor Ultraschau

Mit schneidend kühlem Blick montiert und verschränkt Maik Wolf unzusammengehörige Architekturstücke, Schilder, Fassaden oder Hauskompartimente. Er verdreht und verschraubt sie, stockt und türmt und bockt sie auf. Inmitten nüchtern gestimmter Landschaften harren diese malerischen Bildkonstrukte nun in verschrobener Distanz. Im harten Gegenlicht der Farbgründe halten sie die Zeit an, setzen sie für Augenblicke fest, lassen sie unvermittelt verklammen. Alles wird still und reine Schau. Ob nun mit vereinzelten Figuren, möbliert, doch menschenfern oder menschenleer wirken diese übermäßig wirklichen Bauten vollkommen real, gespannt und eben weit mehr als nur anwesend. Beinahe scheinen sie zum greifen, fassen nahe. Bis es plötzlich aus den porösen Fugen und Nahtstellen des bildraumzeitlichen Gefüges zu einer katatonischen Entladung kommt und mit einem Mal die gespenstische Entfremdung dieses virtuell verbauten Wirklichkeitsstückwerks aufscheint – Eichendorff im Walmart.

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